Wie eine neue Technologie das Klavierspielen revolutionierte
Am Anfang stand eine simple Idee. Inzwischen hat sie das Lernen eines Instruments revolutioniert. Dies ist die Geschichte von flowkey.Aktualisiert am 14. Mai 2024Alles begann damit, dass der Berliner Student und flowkey Gründer Jonas Gößling wieder Klavier spielen wollte. Als Kind hatte er das Instrument spielen und lieben gelernt. Nun wollte er seine alte Leidenschaft neu aufleben lassen.Als Student hatte er aber weder Zeit noch Geld für Klavierunterricht. Also wandte er sich stattdessen an YouTube. Dort gab es Tausende von Klavier-Tutorials – und alle waren kostenlos! Er war sich sicher, dass er damit schnell vorankommen würde.
Das Problem mit Video-Tutorials
Mit Videos zu lernen war jedoch viel schwieriger, als Jonas erwartet hatte. Die meisten waren entweder zu langsam oder zu schnell, um ihnen bequem folgen zu können. Er musste sie ständig stoppen und zurückspulen, um Abschnitte zu wiederholen. Es gab einfach zu viele Unterbrechungen, um effektiv zu lernen.Frustriert gab Jonas den YouTube-Unterricht wieder auf. Nicht aber seinen Traum. Er spürte, dass es eine bessere Möglichkeit geben müsste, sich selbst Klavierspielen beizubringen. Er fragte sich, wie man das Lernen mit Videos mehr wie echten Unterricht gestalten könnte, anstatt nur auf den Bildschirm zu schauen.
Gibt es vielleicht eine bessere Möglichkeit, Klavier zu lernen?
Die Idee war einfach: Was, wenn ein Video erkennen könnte, wo sich die Hände auf dem Klavier befinden und welche Noten gespielt werden? Wenn das Video erst dann weiterläuft, wenn die richtigen Noten angeschlagen wurden, müsste man nicht mehr pausieren und zurückspulen. So zu lernen wäre viel schneller und einfacher.Jonas verstand, dass normale Videos dafür durch Technologie intelligenter gemacht werden müssten. Um dieses Problem zu lösen, schloss er sich mit zwei seiner Kommilitonen zusammen. Gemeinsam begannen sie, eine neuartige Video-Benutzeroberfläche zu entwickeln.Der Durchbruch kam, als sie durch einen anderen Studenten von Algorithmen zur Tonerkennung erfuhren. Ähnlich wie bei Spracherkennung verarbeiten diese Algorithmen das Audiosignal eines Instruments, um zu erkennen, welche Note oder welcher Akkord gespielt wird.Lernen mit Technologie transformieren
Das Team tüftelte bis es diese Tonerkennung adaptieren und mit einer neuen Art von Lernvideo kombinieren konnte. Das Ergebnis? Eine revolutionäre Technologie, die alle Probleme löste, die Jonas beim Videounterricht hatte. Plötzlich war es selbst für absolute Klavierneulinge möglich, Lieder nicht in Wochen oder Monaten, sondern innerhalb von Minuten zu lernen.Dieser neuartige Videoplayer „hört zu“, während man Klavier spielt. Er prüft, ob man die richtigen Tasten anschlägt und wartet, bis die Noten richtig gespielt wurden, bevor das Lied weiterläuft. Damit können sich Schüler nach dem Start des Videos vollkommen auf das Spielen konzentrieren und bekommen Rückmeldung, ob sie es richtig machen. Es gibt keine Unterbrechung mehr und man kann sich voll und ganz aufs Lernen konzentrieren.

